Von der neuen Heizung zur eigenen PV-Anlage - Erneuerung der Wärme- und Stromerzeugung eines Einfamilienhauses

Kein Haushalt gleicht dem anderen und doch stehen viele Eigenheimbesitzer früher oder später vor denselben Fragen. Wie lässt sich eine veraltete Heizungsanlage sinnvoll ersetzen? Wann lohnt sich der Einstieg in die Solarenergie und wie kann beides so miteinander verbunden werden, so dass am Ende ein wirklich effizientes Gesamtsystem entsteht? Ein Privatkunde hat genau diesen Weg nun beschritten und dabei auf die Expertise von AME-TECHNIK gesetzt.
Über mehrere Jahre wurde die gesamte Wärme- und Stromerzeugung des Hauses Schritt für Schritt erneuert und erweitert. Das Ergebnis ist ein modernes Energiekonzept, das Komfort, Effizienz und Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Was als einzelne Maßnahme begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Die abgeschlossene Arbeit überzeugte den Hausbesitzer, so dass er AME-TECHNIK auch für den nächsten Schritt beauftragte.

Erneuerung der Heizungsanlage

Den Auftakt machte im Jahr 2021 der Austausch der bestehenden Gasbrennwertheizung. Die damalige Anlage, eine Buderus GB162, hatte ihre Dienste getan und wurde durch das moderne Gas-Brennwertsystem Vitodens 300-W von Viessmann mit einer Leistung von 19 kW ersetzt. Dieses Gerät gehört zu den effizientesten Brennwertgeräten auf dem Markt und zeichnet sich durch einen besonders hohen Nutzungsgrad aus. Gleichzeitig wurde die Anlage an das Viessmann Vitoconnect-System angebunden, das eine kontinuierliche Fernüberwachung und Steuerung ermöglicht.

Der damals noch funktionsfähige Warmwasserbereiter blieb vorerst erhalten. Diese pragmatische Entscheidung ist das, was eine gute Fachberatung auszeichnet, nämlich gezielt dort anzusetzen, wo tatsächlich Handlungsbedarf besteht.

Solarenergie kommt auf das Dach

Im Jahr 2024 folgte dann der nächste große Schritt mit der Installation einer Photovoltaikanlage. Auf dem Hausdach wurden 17 Solarmodule des Herstellers JinkoSolar vom Typ Tiger N mit je 440 Wp installiert. Die Module wurden auf Ost-West-Ausrichtung aufgeteilt, neun davon auf der Ostseite und acht auf der Westseite, was eine besonders gleichmäßige Stromproduktion über den gesamten Tagesverlauf ermöglicht. Die Gesamtleistung der Anlage beträgt 7,48 kWp.

Als Herzstück der Anlage fungiert ein SunGrow-Hybridwechselrichter mit 8 kW Leistung. Ergänzt wird das System durch einen Stromspeicher des gleichen Herstellers mit einer Kapazität von 9,6 kWh, der überschüssigen Solarstrom für den Eigenverbrauch puffert. Gemeinsam mit einem Smart Meter entsteht so ein intelligentes System, das Erzeugung, Speicherung und Verbrauch miteinander koordiniert.


Die Installation der PV-Anlage machte jedoch zugleich eine umfangreiche Anpassung der Elektroinstallation des Hauses notwendig. Um den Anforderungen der aktuellen technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers zu entsprechen, wurden unter anderem eine PEN-Trennung am Hausanschlusskasten vorgenommen, die Leitung vom Hausanschlusskasten zum Zählerschrank von vier- auf fünfadrig ausgetauscht, der Zählerschrank erneuert sowie ein zusätzlicher Staberder installiert. Die alte Unterverteilung wurde demontiert und in den neuen Zählerschrank eingebunden.

Diese Arbeiten, die zwar für Laien unsichtbar bleiben, sind technisch anspruchsvoll und entscheidend für den weiteren sicheren Betrieb der gesamten Anlage.


Den Solarüberschuss clever nutzen

Mit dem Jahr 2025 zeigte sich dann, welchen konkreten Nutzen die Anlage im ersten vollständigen Betriebsjahr entfaltete. Der Hausbesitzer berichtet, dass sein Haushalt 1.200 Kilowattstunden weniger Strom aus dem Netz beziehen musste. Zusätzlich wurden 4.800 Kilowattstunden ins öffentliche Netz eingespeist, wofür er eine Vergütung von 375 €erhielt.

In diesem Jahr wurde dann auch der ältere Warmwasserbereiter letztendlich ausgetauscht, um eine weitere Effizienzquelle zu erschließen. Der neue Standspeicher mit einem Fassungsvermögen von 150 Litern wurde mit einer Heizpatrone des Typs MyPV AC ELWA 2 mit 3,5 kW Leistung ausgestattet. Diese Komponente ermöglicht es, überschüssigen Solarstrom direkt zur Warmwasserbereitung zu nutzen, anstatt ihn zu einem niedrigen Vergütungssatz ins Netz einzuspeisen. Eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Maßnahme zur weiteren Steigerung des Eigenverbrauchs, während der Bezugs aus dem Stromnetz gesenkt wird. Diese Stromkostenersparnis beläuft sich wiederum auf einen Wert von rund 460 €, wodurch sich zusammen mit der Vergütung ein monetärer Gesamtertrag von 835 € jährlich ergibt.

Wasserqualität und Anlagenschutz

Im Jahr 2026 rückte dann ein Aspekt in den Fokus, der für die Langlebigkeit der gesamten Heizungsanlage entscheidend ist. AME-TECHNIK installierte eine Enthärtungsanlage vom Typ Viessmann Vitoset Aqua 19D, die ebenfalls in das Vitoconnect-System eingebunden wurde. Hartes Wasser ist in vielen Regionen, wie auch dem Weserbergland, ein unterschätztes Problem, da Kalkablagerungen Wärmetauscher und Leitungen schädigen und die Effizienz einer Heizung über die Jahre merklich reduzieren.

Mit der Enthärtungsanlage wird die gesamte Haustechnik dauerhaft geschützt und die Betriebseffizienz gesichert. Zusätzlich wird mit weichem Wasser natürlich auch zusätzlicher Komfort im Alltag.

Die PV-Anlage wächst weiter

Ebenfalls 2026 wurde die Photovoltaikanlage durch eine zweite Ausbaustufe erweitert. Auf dem Garagendach, diesmal in Südausrichtung, wurden sechs weitere Module des Herstellers Trina mit je 445 Wp installiert. Das ergibt eine zusätzliche Leistung von 2,67 kWp. Als Wechselrichter kommt ein SunGrow SG6.0RT mit 6 kW Leistung zum Einsatz, ebenfalls mit Smart Meter. Die Gesamtleistung der PV-Anlage steigt damit auf über 10 kWp, was den Eigenversorgungsgrad des Haushalts nochmals deutlich verbessert.

Durch die Südausrichtung der Garagen-Module ergänzt dieser Anlagenteil optimal die bestehende Ost-West-Anlage auf dem Hauptdach. Während letztere morgens und abends besonders viel Ertrag bringen, liefern die neuen Module in den Mittagsstunden ihre maximale Leistung. Das Zusammenspiel beider Anlagenteile sorgt für eine breite und gleichmäßige Abdeckung des täglichen Strombedarfs.


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Alles aus einer Hand mit AME-TECHNIK

Was dieses Bauvorhaben besonders auszeichnet, ist nicht nur die Summe der einzelnen Maßnahmen, sondern das Zusammenwirken aller Komponenten zu einem stimmigen Gesamtkonzept. Brennwerttechnik, Photovoltaik, Stromspeicher, Warmwasserbereitung und Wasseraufbereitung greifen ineinander und wurden über mehrere Jahre hinweg koordiniert geplant und umgesetzt. Der Hausbesitzer betont, dass es ihm von Anfang an wichtig war, alles aus einer Hand zu erhalten, ohne selbst Abstimmungen zwischen verschiedenen Gewerken koordinieren zu müssen.

Sie planen eine Modernisierung Ihrer Wärme- oder Stromerzeugung? Nehmen Sie jetzt Kontakt mit AME-TECHNIK auf und lassen Sie sich beraten.